Das Wissen einer Frau, die 100 mal geheiratet hat (Gastbeitrag)

Das Wissen einer Frau, die 100 mal geheiratet hat

Als Hochzeitsfotografin war ich auf unzähligen Hochzeiten. Jede ist einzigartig, jede ist auf Ihre Art wundervoll. Ein Fest der Freude, der Hoffnung und der Liebe. Der Tag öffnet ein neues Kapitel im Leben eines Menschen. Ein Leben, dass man mit einem anderen Menschen teilen möchte. Ein Versprechen, das man sich gegenseitig gibt – Immer auf einander acht zu geben, sich zu lieben und immer das Bestmögliche zu tun, damit das für das ganze Leben so bleibt.  Ein einzigartiger Tag im Leben eines Paares und es ist für mich jedes Mal aufs Neue eine große Ehre diesen Tag für die Ewigkeit festzuhalten. Durch meine Arbeitsweise bin ich ganz nah bei meinen Paaren, werde Teil der Gesellschaft. Ich helfe bei der Organisation, teile mein Wissen und bin bei der Hochzeit selbst auch mal „Starke Schulter“, Taschentuchreicherin und Mädchen für alles. Ich bin so nah dabei, dass ich emotional mitheirate. Es ist ein wundervolles und unbeschreibliches Gefühl.

Somit habe ich in meinem Leben schon so einige Hochzeiten geplant und durchgeführt. Wie schon gesagt, teile ich dieses Wissen mit meinen Brautpaaren und spreche viele Dinge an, die vergessen werden und unbedacht blieben. Ich möchte einige Gedanken mit euch teilen.

Es gibt 4 Dinge für die das Brautpaar am Ende des Tages am Dankbarsten sind.

Hochzeitsfotografin

»Während unsere Zeremonie gibt es ein Handy- und Kameraverbot.«

Die Zeremonie, der Kern jeder Hochzeit. Alle sind aufgeregt und gespannt. Niemand möchte etwas verpassen. Im Zeitalter der Handys darf das natürlich nicht fehlen. Die Braut läuft ein, der magische Kuss zur Besiegelung der Ehe.  Magische Momente, man ringt selbst mit den Tränchen und blickt zur Gesellschaft und … 2/3 der Gesellschaft steht im Gang und blickt konzentriert auf ihre Smartphones um den richtigen Moment nicht zu verpassen … Ironisch, oder?

Erinnerungen sind unendlich wichtig – sonst wäre ich wohl nie Fotografin geworden.

Doch genau aus diesem Grund hat das Brautpaar einen professionellen Fotografen organisiert. Jemand der nur dafür da ist, Bilder zu machen. Der sich darauf konzentriert, damit andere jede Emotion der Zeremonie miterleben können.

TIPP: Mit einem kleinen Hinweis vor der Zeremonie, auf den Einladungskarten oder ähnlichem kann man die Gesellschaft darauf hinweisen. Es wäre doch zu schade, wenn Mama oder Oma ihr Mädchen nicht sehen könnte, weil die halbe Familie sie verdeckt. Es wäre ärgerlich, wenn dem Fotografen ein Onkel Bob beim entscheidenden Kuss vor die Linse springt, um ein verschwommenes Bild davon zu bekommen.

Achtsamkeit des Moments… Entscheidet euch zu einer „Offline“ Zeremonie und ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen!

TIPP: Achtet bei der Auswahl eures Fotografen darauf, dass ihr eine „Online-Galerie“ zum Download der Bilder zusätzlich bekommt. So könnt ihr euren Gästen ohne großen Aufwand alle Bilder zur Verfügung stellen und alle sind glücklich.

Hochzeitsfotograf

»Erst in diesem Moment realisierte ich tatsächlich, dass wir nun verheiratet sind«

Den ganzen Morgen sitzt man auf heißen Kohlen. Die Zeremonie ist so aufregend, danach gibt es Gratulationen, Sektempfang, man ist verheiratet… Moment stop… Erstmal sacken lassen.

Nach dem Sektempfang entscheiden sich viele für das Brautpaarshooting. Ich finde das eine gute Wahl. Für das Brautpaar ist das meist der erste Moment in dem es zur Ruhe kommen kann. In dem es merkt: wow… wir haben geheiratet.

Ich plane gerne 1 – 1,5 h fürs Shooting ein. Oft benötigen wir gar nicht so viel Zeit, aber diese Zeit ist so unendlich wertvoll um Anzukommen.

Diese Zeit ist nur für das Brautpaar – in vollkommener Ruhe.  Am Besten auch ohne Trauzeugen oder andere Gäste.

TIPP: Organisiert bei der Location einen Empfang mit Häppchen, evtl. mit 1-2 Vorbereitungen mit Spielchen, Eintragungen ins Gästebuch etc. Bei so einer Hochzeit haben auch die Gäste immer viel zu bequatschen, man trifft die Verwandtschaft oder alte Freunde wieder. Macht euch da keine Gedanken, dass Langeweile aufkommen könnte.

Glaubt mir, einer Frau die so oft „geheiratet“ hat: der Tag ist so unendlich schnell vorbei.  Genießt jede Sekunde, saugt alles in Euch ein und lasst euch beim Brautpaarshooting Zeit.

Hochzeit Tipps
Hochzeitsplanung
Hochzeitsvorbereitung

»Wir laden nicht die ganze Verwandtschaft ein.«

Apropos genießen. Es ist euer Tag. Ganz alleine eurer.

Leider muss ich immer wieder erleben, dass Brautpaare durch die Verwandtschaft genötigt werden, Menschen einzuladen, die man gar nicht dabei haben möchte. Da blutet mir mein Herz.

Ich kann verstehen, dass man niemanden enttäuschen möchte, man möchte auch keinen Streit entfachen. Doch bitte überlegt euch eins: Es ist ein einmaliger Tag. Wir sprechen nicht von einem Geburtstag, nicht von etwas Wiederholbarem.

Es ist euer Tag. Nicht der von Tante Hilde oder Onkel Bob. Es ist kein Tag an dem man sich über diese Menschen aufregen sollte, noch möchte. Es geht an diesem Tag nur um Eure Liebe.

Macht an eurem Tag alles, was ihr für richtig haltet. Ich versuche jedes meiner Paare bei diesem Gedanken zu stützen! Wenn ihr euch eine Hüpfburg wünscht, dann bucht eine. Macht euch keine Gedanken, was der oder die denken könnte.

Ihr möchtet eine Mottohochzeit? Einen Clown? Einen Weihnachtsmann? Eine Bolonese durch das Schicke Restaurant?

Lasst los und seid frei. <3

Denn am Ende des Tages bereut man nur die Dinge, die man nicht getan hat, obwohl man es sich so sehr gewünscht hat.

Hochzeit Checkliste

Und zum Schluss noch etwas, was mir am Herzen liegt:

»Am Ende bleiben uns die Ringe, die Erinnerungen und unsere Liebe.«

Der Hochzeitstag ist vorbei – langsam kommt man im Alltag wieder an. Monate hat man auf diesen Tag hin gefiebert, organisiert, dass alles so wundervoll wird, wie man sich das schon immer gewünscht hat.

Im Brautkleid hat man sich wie eine Prinzessin gefühlt, die Trauspecherin hat euch genauso beschrieben, wie ihr euch steht. Die Blumengestecke waren wundervoll und noch immer hat man den Geschmack der Torte im Mund- Buttercreme mit Schokolade. Es war ein wundervoller – gar perfekter Tag.

Nach ein paar Wochen treffen sie ein: Die Erinnerungen.

Mit einem professionellen Fotografen investiert man in die eigenen Erinnerungen. Denn diese Bilder bleiben dir dein Leben lang. Sogar deinen Enkeln kannst du noch das große schwere Fotoalbum zeigen und ein Lächeln auf deinen Lippen kommt hervor.

TIPP: Achtet bei der Wahl eures Fotografen darauf, dass er zu euch und eurer Hochzeit passt. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich auf einer Wellenlänge mit meinen Paaren schwimme. Nur so kann ich echte und authentische Aufnahmen machen, denn nur diese Aufnahmen spiegeln den Tag so wieder, wie er war.

Die Erfahrung ist ein wichtiger Punkt. Hochzeiten werden nicht umsonst „Königsdisziplin“ genannt. Die unterschiedlichen Lichtsituationen, der Ablauf – alles ist anders und besonders bei der Zeremonie muss man sich darauf verlassen, dass alles beim ersten Mal sitzt. Lernt euren Fotografen persönlich kennen und macht euch ein Bild. Natürlich ist das Budget nicht unwichtig – doch denkt dabei:

Ihr Investiert – genau wie in eure Ringe – einmal. Aber das für die Ewigkeit. Ich wünsch Euch eine wundervolle Hochzeit – und eine ewig wehrende Ehe.

Eure (Fotogra-) Fynn

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